«Videomarketing» klingt gross, ist aber im Kern simpel: Du zeigst Menschen, was du machst und warum sie dir vertrauen können. Das Problem ist selten die Kamera, sondern die Frage: Welche Videos brauche ich überhaupt? Viele KMU starten mit einem Imagefilm, der nach der Veröffentlichung kaum jemand sieht. In diesem Beitrag zeige ich dir eine Struktur, mit der du entscheidest, welche Videos sich lohnen.

Erst das Ziel, dann das Format
Bevor du filmst, beantworte drei Fragen: Wer soll das Video sehen? Was soll die Person danach tun? Wo schaut sie es an? Ein Video für Instagram hat andere Regeln als eines auf der Produktseite. Wer das Ziel nicht klärt, produziert Inhalte, die zwar nett aussehen, aber nichts bewirken.
Die sechs Videotypen, die ich für KMU sinnvoll finde
1. Produktvideo
Zeigt, wie das Produkt aussieht, wie es benutzt wird und was im Lieferumfang steckt. Ideal für Produktseiten und Anzeigen.
2. Erklärvideo
Beantwortet eine typische Kundenfrage: «Wie funktioniert das?», «Wie pflege ich es?». Solche Videos helfen auch bei Support-Anfragen.
3. Hinter den Kulissen
Zeigt, wie du arbeitest, wie Produkte entstehen und wer dahintersteckt. Das schafft Nähe und Vertrauen. Gerade für kleine Marken ist das ein Vorteil.
4. Kundenstimme oder Anwendungsbeispiel
Echte Erfahrungen überzeugen mehr als Eigenlob. Hole dir aber immer die Zustimmung der gezeigten Personen und erfinde nichts.
5. Kurzvideos für Social Media
Reels, Shorts und TikToks: kurz, direkt, mit starkem Einstieg. Mehr dazu in Produktvideo und Reels.
6. Markenvideo
Der klassische Imagefilm. Er ist sinnvoll, wenn deine Marke klar ist und du ihn auf der Startseite, in Präsentationen und in Anzeigen nutzen willst, nicht als erstes Video.
Wo du Videos einsetzt
- Produktseite: Ein kurzes Video kann Fragen klären, die Bilder nicht beantworten.
- Startseite: Ein Markenclip erklärt in Sekunden, wofür du stehst.
- Social Media: Kurzformate bringen Reichweite, wenn der Einstieg stimmt.
- E-Mail: Ein Vorschaubild mit Link zum Video kann Klicks erhöhen. Mehr zu automatisierten E-Mails in E-Mail-Marketing mit Flows.
- Anzeigen: Videoanzeigen lassen sich testen, am besten in mehreren Varianten.
Ein einfaches Setup für den Anfang
Du brauchst nicht gleich ein Studio. Für viele Videos reichen ein aktuelles Smartphone, ruhiges Licht, ein Stativ und ein sauberer Ton. Der Ton ist oft wichtiger als das Bild: Wenn man dich nicht gut versteht, schalten Zuschauer ab. Ein kleines Ansteckmikrofon bringt viel. Wichtig ist, dass du dich ausserdem auf eine feste Bildsprache einigst, damit deine Clips als Serie erkennbar sind.
Content-Recycling: Aus einem Dreh mehrere Videos
Ein halber Drehtag kann genug Material für mehrere Wochen liefern, wenn du vorher planst. Filme eine längere Erklärung und schneide daraus Kurzclips, filme das Produkt aus mehreren Perspektiven und sammle Bewegtbild für Hintergründe. Genauso funktioniert ein Social-Plan: Siehe Social-Media-Content-Plan für Marken.
Was ich aus meiner Skater-Zeit mitgenommen habe
Im Skaten habe ich gelernt, dass der beste Clip nicht der perfekteste ist, sondern der, bei dem Energie spürbar ist. Ähnlich ist es im Marketing: Ein ehrliches Video mit klarem Nutzen schlägt eine glatte Produktion ohne Aussage. Das heisst nicht, dass Qualität egal ist. Es heisst, dass du dich zuerst auf Inhalt und Haltung konzentrierst.
Wie du Erfolg misst
- Wiedergabedauer: Schauen Leute bis zum Schluss?
- Klicks auf den nächsten Schritt: Produktseite, Kontakt, Kauf.
- Fragen im Support: Gehen sie zurück, weil Videos Antworten liefern?
- Vergleich der Varianten: Welcher Einstieg funktioniert besser?
Wie du Zahlen sauber erfasst, zeigt Tracking und Analytics.
Und KI?
KI kann bei Untertiteln, Übersetzung, Schnittvorschlägen und Varianten helfen. Die Idee, die Haltung und die echte Aufnahme bleiben bei dir. Mehr dazu liest du in KI-Videos fürs Marketing erstellen.

Fazit
Du brauchst keine zehn Videoformate, sondern ein paar durchdachte. Beginne mit einem Produktvideo und einem Erklärvideo, ergänze Kurzformate und plane danach den Imagefilm. So wächst dein Videoarchiv sinnvoll und jedes Video hat eine Aufgabe.
Wie ich dich dabei unterstütze
Bei KNOWN Marketing entwickle ich mit dir ein Videokonzept, das zu deiner Marke und deinem Budget passt, vom ersten Skript bis zum fertigen Schnitt. Mehr dazu auf der Seite Kreativ und im Bereich Marketing.
Ich komme aus dem Skaten: Dort zählt, was du wirklich kannst, nicht was du erzählst. Genauso arbeite ich heute. Ich sage dir offen, was für dein Projekt passt, und setze es mit dir um. Schau dir meine Projekte an oder buche direkt ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch. Zur Startseite geht es hier: makeknown.ch.

